Wo hin

Naturlehrpfad „Weiße Düne von Pūrciems"
57.576549
22.628515
Die hohe Düne (ca. 20 m) entstand zur Zeit der Litorina-See und bewahrt Zeugnisse der materiellen Kultur von Menschen, die hier vor etwa 6.000 Jahren in Siedlungen lebten.
Hier wurde die erste steinzeitliche Siedlung an der nordwestlichen Küste Lettlands entdeckt. Archäologische Untersuchungen zeigen, dass steinzeitliche Fischer den ausgedehnten Dünengrat, der 300–600 m vom Meer entfernt liegt, als Wohnplatz nutzten. Ihre wichtigste Lebensgrundlage waren Meeresressourcen. Am Fuß der Düne fließt der kleine Bach Pilsupīte.
Die ersten archäologischen Ausgrabungen fanden hier im Jahr 1933 statt, nachdem an einer freigelegten Stelle des Pilsupīte-Kanals neolithische Siedlungsplätze entdeckt worden waren. In einigen Siedlungen wurden gut erhaltene Überreste von Wohnbauten, aus Findlingen errichtete Feuerstellen sowie Keramikfragmente, Bernsteinerzeugnisse und Werkzeuge aus Feuerstein und Stein gefunden. Ebenfalls entdeckt wurden Tonfiguren von Menschen – Kultbilder, die die materielle Darstellung der Ahnengeister symbolisieren. Diese wurden verehrt und den Gottheiten geopfert.
Die damaligen Bewohner verfolgten eine Jäger- und Sammler-Lebensweise und betrieben Süßwasser- und Meeresfischerei. Sie gehörten zu den Stämmen der Kamm- und Grübchenkeramik-Kultur. Sie beherrschten die Bearbeitung von Feuerstein und stellten auch Schmuck aus Bernstein her.
Beim Begehen des Pfades kann man sich mit der Entstehung der Sandbank und den Veränderungen der Natur unter dem Einfluss von Zeit und Mensch vertraut machen. Dieser Ort zeugt von einer neolithischen Siedlung. Der Weg ist 900 Meter lang, die Besichtigung dauert bis zu einer Stunde.
Die Weiße Düne spricht Liebhaber unberührter und unveränderter Natur an, die Spaziergänge in ruhigen, sonnigen Küstenwäldern genießen. Aufgrund ihrer relativ geringen Größe lässt sich die Weiße Düne leicht in einem einzigen Foto festhalten.
Der Naturlehrpfad ist Eigentum der Aktiengesellschaft Lettische Staatsforste und wird im Rahmen der staatlichen Forstwirtschaft bewirtschaftet.













