Stadt Valdemārpils

Gesamtzahl der Einwohner: 1169 (Stand: Anfang 2019)

Fläche: 3 km²

Die Stadt Valdemārpils (bis zum Jahr 1926 hieß die Stadt Sasmaka) befindet sich 16 Kilometer nördlich von Talsi, am Ufer des Sees von Sasmaka. Die Stadt Valdemārpils und die Gemeinde von Ārlava grenzen mit den Gemeinden von Valdgale, Īve, Lube, Vandzene und Laidze. Die Gesamtfläche der Stadt und der Gemeinde beträgt 137.5 km2. Die Stadt Valdemārpils hat ihren Namen nur im Jahr 1926 bekommen, als die Regierung der Republik Lettland so die kleine Stadt Sasmaka umbenannt hat, um den bekannten Mitarbeiter des Volkserwachens Krišjānis Valdemārs zu ehren, der hier von 1835 bis 1845 gewohnt hat.

Der Name von Sasmaka kommt aus dem Namen des Sees her, der sich neben der Stadt befindet, und ist unterschiedlich verwendet worden: Sansmagen, Sassmaggen, Sassmaken und Saßmacken. Aber der Name des Sees von Sasmaka ist möglicherweise aus der Verengung des Sees in der Mitte entstanden, über die heutzutage eine Brücke gebaut ist, die die einzige Brücke über einen See in Lettland ist.

Valdemārpils befindet sich an dem Burgberg Dupurkalns (47 Meter hoch), den früher als den Kreis von Ārlava die Liven bewohnt haben, die im 11. bis 13. Jh. die Kuren unterworfen haben. Über die Wichtigkeit dieses Ortes in der Vergangenheit zeugt eine Götzenlinde, die sich im Park von Sasmaka befindet, die Kultstätte der Eichen auf dem Hügel Svētkalns (dt. der Heilige Berg) und die den Skandinaviern charakteristischen Teufelsboote, die sich in der Umgebung der Stadt befinden.

Bis zum 13. Jh. gehörte Ārlava zum Land von Vanema und sie ist im Vertrag des Jahres 1231 erwähnt worden, den Baldwin von Alna – der Gesandte des römischen Papstes mit den Ältesten der kurischen Stämme abgeschlossen hat. Im Jahr 1253, als der Aufstand der Kuren untergedrückt wurde, ist die Umgebung von Ārlava dem Bistum Kurland angeschlossen worden.

Der Name von Sasmaka ist schriftlich zum ersten Mal im Jahr 1582 in Abgabenverzeichnissen erwähnt worden, als der letzte Bischof von Kurland Magnus schon zum Vasallen des polnisch-litauischen Staates geworden war. Es wird vermutet, dass die Bildung der Händlersiedlung im Jahr 1570 die Erlaubnis gefördert hat, mit der die Juden frei im Bistum von Kurland einreisen konnten. Die Ortschaft Sasmaka war damals ein Lehen von Johann von Manteuffel-Szöge und damals befanden sich hier 10 Häuser. Die Verwaltung der Ortschaft befand sich bis zum 19. Jh. in der Gerichtsbarkeit des Inhabers des Gutshofes von Sasmaka, und nur im Jahr 1894 hat Sasmaka ihre Selbstverwaltung bekommen, die auch nur relativ bedingt war. Während des Ersten Weltkriegs hat die Verwaltung der deutschen Besatzung im Jahr 1917 Sasmaka das Stadtrecht, gleichzeitig mit dem Stadtrecht von Talsi, gegeben.

Heutzutage gehört die Stadt Valdemārpils und die Gemeinde von Ārlava zum Kreis Talsi. Der Stadt ist der kurländusche Charme charakteristisch. Am See von Sasmaka befinden sich ein ausgestatteter Badeort und ein Platz für Zelte, wo oft Sport- und Kulturveranstaltungen stattfinden.